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„Die Preise für Lkw-Transporte klettern auf ein Dreijahreshoch“ 

Bedingt durch den „Corona-Neustart“ und weitere externe Faktoren, ist kaum noch Frachtraum verfügbar und die Preise am Spotmarkt steigen. Für die Transport- und Logistikbranche werden eine ganze Reihe von amtlichen und privaten Indizes und Marktberichten veröffentlicht. Im Vergleich zu den Vorjahren wird aber auch sehr deutlich, dass im Herbst 2020 und in der aktuellen Phase neue Rekordwerte in der Anzahl der zurückgelegten Kilometer auf deutschen Straßen erreicht wurden. Der Mautindex gibt jedoch keinen Aufschluss darüber, ob mit der Mehrleistung an Kilometern auch mehr Ladung durch die Lkw bewegt wurde. Diese Annahme wird durch die veröffentlichten Zahlen von der Transportbörse Timocom für den Spotmarkt gestützt.  

Die Ursachen 

Das hohe Transportaufkommen auf deutschen Straßen ist das Ergebnis verschiedener Entwicklungen, die in der Mehrzahl im Zusammenhang mit der anhaltenden Pandemiesituation stehen. Dieses Ungleichgewicht kann nur schrittweise wieder in Balance gebracht werden, da die vorhandenen Kapazitäten zusätzlich das laufende Tagesgeschäft abwickeln müssen. Mit steigendem Transportaufkommen tritt zudem der grassierende Fahrermangel wieder deutlich zu Tage. 

Die Auswirkungen  

Die Lieferzeiten für Transportequipment und Ersatzteile sind ebenfalls stark von der Beeinträchtigung der Lieferketten betroffen. Die Adaption der Kapazitäten kann daher nur mit einer starken Verzögerung erfolgen. Diese Situation ist vor allem eine Bedrohung für sogenannte „digitale Speditionen“, die ihre Kapazitäten nahezu vollständig über den Spotmarkt decken. Unabhängig davon legt die aktuelle Situation die Volatilität und Verwundbarkeit der Lieferketten offen. Auch wenn ein wissenschaftlicher Befund derzeit noch aussteht, scheint die Resilienz des über Jahre bewährten Zusammenspiels von Verladern und Logistikanbietern geschwächt. 

Die Perspektive 

Derzeit scheinen die Mengen auf absehbare Zeit nicht abzureißen. Die Geschäftserwartungen der Transportunternehmen und der Verlader bleiben für das laufende Jahr auf einem hohen Niveau. Diese Kapazitäten sind aktuell weitgehend in den Heimat-ländern gebunden und stehen nur eingeschränkt zur Verfügung. 

CargoLine gründet Cargo Digital World

Frankfurt/Paderborn, 27. April 2021 — CargoLine, eine der führenden Stückgutkooperationen in Europa, hat im Januar 2021 das Unternehmen Cargo Digital World (CDW) gegründet. Ziel des Unternehmens mit Sitz in Paderborn ist es, technologiebasierte Logistiklösungen anzubieten, die neue Standards hinsichtlich Kundenzentrierung, Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit setzen. Dies gaben Vertreter von CargoLine und CDW auf einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt. In der CDW verbindet CargoLine ihre operative Stärke mit der Innovationskraft und Technologieexpertise von Logistik-Start-ups.

„CargoLine treibt seit 2017 digitale Geschäftsmodelle in der Logistik intensiv voran, Ausgangspunkt war eine langfristig angelegte Zusammenarbeit mit dem Gründungsinkubator garage33 in Paderborn. Gemeinsam haben wir bereits drei Start-ups geschaffen. Diese bündeln wir nun in der Cargo Digital World, um sie dort optimal zu betreuen und zu skalieren. Darüber hinaus wird CDW weitere innovative Logistiklösungen entwickeln, auf dem Weg zur Marktreife begleiten und skalieren. Damit gestalten wir als mittelständisches Unternehmen die Zukunft der Logistikbranche entscheidend mit”, erklärte Jörn Peter Struck, Vorsitzender der CargoLine-Geschäftsführung.

Bei den drei Start-ups handelt es sich um die digitale Spedition Cargoboard, die seit April 2019 erfolgreich europaweite Stückguttransporte online anbietet, die TKL-Vermittlungsplattform CargoNative, die Teil- und Komplettladungen sowie Laderaumkapazitäten intelligent verbindet, und das Start-up CargoCast, das mittels Künstlicher Intelligenz und Predictive Analytics die Auslastung und Ressourcenplanung in der Transport- und Logistikbranche verbessert.

Geleitet wird Cargo Digital World von Dr. Tim Brühn. Der erfahrene Experte für digitale Industrien und plattformbasierte Geschäftsmodelle hat in seiner Funktion als Head of Corporate Entrepreneurship in der garage33 die ersten Start-ups der CargoLine mit geformt. „Wir sind davon überzeugt, dass wir unseren Auftraggebern und Logistikpartnern sowie deren Kunden mit dem strategischen Ausbau des Portfolios der CDW einen deutlichen Mehrwert bieten können. Als Scout und Marktbeobachter identifizieren wir ständig Wachstumschancen und zukunftsträchtige Ideen. Diese verbinden wir miteinander, bringen sie gemeinsam mit der CargoLine zügig zur Marktreife und skalieren sie“, sagte Dr. Tim Brühn, Vorstandsvorsitzender von Cargo Digital World.

Aufnahme weiterer Kooperationspartner und Investoren geplant

Derzeit befinden sich sämtliche Anteile der CDW in der Hand von CargoLine sowie ihren Gesellschafter- und Partnerunternehmen. „Dabei soll es aber nicht bleiben. Unser Ziel ist es, CDW zum führenden Anbieter für digitale Logistikdienstleistungen in Europa zu machen. Wir möchten daher mit weiteren Kooperationspartnern, Start-ups und strategischen Investoren die Marktposition der CDW ausbauen und insbesondere den Mittelstand für ein sich dynamisch veränderndes Umfeld rüsten“, kündigte Bernd Schäflein an, Mitglied des Beirats der CargoLine und Aufsichtsratsvorsitzender der Cargo Digital World.

Weitere Informationen zur CDW bietet die Homepage www.cargodigitalworld.com, die zeitgleich zur Ankündigung der Unternehmensgründung gelauncht wurde.

Über CargoLine
CargoLine (www.cargoline.de) ist eine Kooperation für interkontinentale Stückgutverkehre. 50 mittelständische Transport- und Logistikdienstleister bilden das bundesweite Netzwerk, das leistungsstarke internationale Partner ergänzen. Neben systemgeführten Transportdienstleistungen liegen die Schwerpunkte in den Bereichen Distributions-, Beschaffungs- und Kontraktlogistik sowie Seefracht. Im Jahr 2020 bewegte der Unternehmensverbund 13,2 Mio. Sendungen und erwirtschaftete mit 7.450 Mitarbeitern 1,49 Mrd. Euro Umsatz. CargoLine ist nach DIN EN ISO 9001 inklusive HACCP-Konzept und Logistische Dienstleistungen zertifiziert sowie nach DIN EN ISO 14001, DIN EN 14064 (CO2-Fußabdruck im Netzwerk) und DIN EN 16258 (CO2-Fußabdruck pro Sendung) sowie Mitglied bei s.a.f.e.

Über Cargo Digital World
Cargo Digital World (CDW) ist ein 2021 gegründeter Entwickler digitaler Logistikdienstleistungen. Seed-Investoren sind die Stückgutkooperation CargoLine sowie deren Gesellschafter und Mitglieder. Das Unternehmen formt, begleitet und skaliert technologiebasierte Logistik-Start-ups mit dem Ziel, alle Dienstleistungen entlang der Supply Chain digital anbieten zu können und gemäß dem Corporate Claim „Creating the logistics of tomorrow“ die Logistik von morgen mitzugestalten. Mit ihrem Geschäftsmodell will CDW Konzernen, mittelständischen Unternehmen und Kooperationen ermöglichen, gemeinsam auf Augenhöhe fokussiert und mit hoher Geschwindigkeit digitale Geschäftsideen zu entwickeln, um Wachstumsoptionen zu schaffen.
www.cargodigitalworld.com

CargoLine rollt ETA flächendeckend aus

Frankfurt am Main, 30. März 2021 – CargoLine erweitert ihre Kundenservices um ETA (Estimated Time of Arrival). Damit ist die Stückgutkooperation in der Lage, die voraussichtliche Zustellung einer Sendung auf ein zweistündiges Zeitfenster einzugrenzen. Der neue Service umfasst ebenfalls, dass sich ein Empfänger im Kundenportal der CargoLine die Position seiner Sendung während der Tour auf einer Karte anzeigen lassen kann. Dort sieht er auch, wie viele Stopps das Zustellfahrzeug noch von seiner Adresse entfernt ist.

Präzise Vorhersage durch umfangreiche Datenbasis

Als Basis für ETA stellt das IT-System der Stückgutkooperation kontinuierlich Daten bereit wie die Verweildauer am jeweils letzten Stopp oder Änderungen des Tourenverlaufs. Diese kombiniert eine Software mit Statistiken vergangener Anlieferungen sowie parametrisierbaren Fahrzeugprofilen wie der durchschnittlichen Fahrzeuggeschwindigkeit. Das Ergebnis sind sehr präzise Näherungsberechnungen zur Ankunftszeit während der gesamten letzten Meile.
Verzögert sich die Zustellung aufgrund der Verkehrslage oder anderer Hindernisse, wird die Vorhersage automatisch angepasst und kommuniziert.
„Viele Empfänger profitieren von der Ankunftszeitprognose, seien es Handwerker auf Baustellen, die damit den Arbeitstag präziser strukturieren können oder Unternehmen, die Prozessplanungssicherheit gewinnen. Besonders praktisch ist dieser Service für Endkunden, die die Entgegennahme ihrer Bestellung besser mit ihrer Arbeit vereinbaren können “, erklärt Sebastian Grollius, IT-Leiter der Stückgutkooperation.

Zukunfts- und bedarfsorientierte IT-Strategie

„Als Teil unserer Digitalstrategie haben wir 2018 eine agile IT-Architektur namens Octobus eingeführt. Über diese zentrale Datendrehscheibe verknüpfen wir zum einen unsere Partnerunternehmen. Zum andern ermöglicht sie uns, Weiterentwicklungen mit dem jeweils besten Anbieter flexibel und schnell umzusetzen. Mittlerweile steuert Octobus mehr als 20 aufgabenbezogene Microservices wie die ETA-Berechnung, die Kunden und Partnern einen deutlichen Mehrwert bieten“, zieht CargoLine-Geschäftsführer Jörn Peter Struck ein zufriedenes Fazit.

Probleme durch extremen Wintereinbruch

Winterinbruch Bocholt BTG Feldberg

23/02/2021

Die Lage hat sich für den Stückgut Verkehr wieder sehr entspannt.

16/02/2021

Zwar tauen die Schneemassen bereits fast überall in Deutschland, aber durch die massiven Rückstände haben manche unserer Partner in diesen Gebieten immer noch Probleme.

In den PLZ Gebieten 04, 06, 32, 33, 34, 35, 37, 39 und 59 können wir aktuell keine Terminprodukte, kein Gefahrgut, keine Sendungen an Privatkunden oder Teil- und Komplettladungen zustellen.

Ansonsten bitten wir für die Mitte und den Osten Deutschlands, aber vor allem für die o.g. Gebiete weiterhin mit erheblichen Laufzeitverzögerungen zu kalkulieren.

15/02/2021

Durch die anhaltend schlechten Wetterbedingungen in Teilen Deutschlands, haben manche unserer Partner in diesen Gebieten immer noch Probleme.

In den PLZ Gebieten 04, 06, 32, 33, 34, 35, 37, 39 und 59 können wir aktuell keine Terminprodukte, kein Gefahrgut, keine Sendungen an Privatkunden oder Teil- und Komplettladungen zustellen.

Ansonsten bitten wir für die Mitte und den Osten Deutschlands, aber vor allem für die o.g. Gebiete weiterhin mit erheblichen Laufzeitverzögerungen zu kalkulieren.

11/02/21

Bitte beachten Sie, dass die Situation sich bei uns langsam entspannt, es aber in der Mitte und im Osten Deutschlands noch Gebiete gibt, wo die Lage weiterhin sehr angespannt ist. Manche unserer Partner in diesen Gebieten sind aktuell weiterhin nicht in der Lage Sendungen zuzustellen und können daher auch keine Waren annehmen, da die Lager bereits an den Kapazitätsgrenzen sind. Dort, wo es sich nur etwas entspannt hat, können weiterhin keine Gefahrgüter oder Sendungen mit Premium Produkten zugestellt werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.

09/02/21

Die Bundesstraßen sind aktuell befahrbar. Bei den Firmen ist die Situation weiterhin sehr durchwachsen, von teils gut geräumt bis teilweise gar nicht geräumt.

08/02/21

Wie in den Medien bereits verbreitet wurde haben wir mit enormen Schneefällen zu kämpfen. Wir als BTG werden unser Möglichstes tun unsere Kunden im Westmünsterland zu bedienen, aber es muss mit erheblichen Einschränkungen gerechnet werden. Straßen und Autobahnen sind unbefahrbar und die Lage ändert sich stündlich. Dies macht eine Planung aktuell enorm schwierig.

CargoLine begegnet dem Wandel der Branche mit neuen Köpfen

Frankfurt am Main, 25. Januar 2021 — Zum 1. Januar 2021 hat die Stückgutkooperation CargoLine ihren Beirat um Torsten Huberti erweitert. Huberti, der beim CargoLine-Gesellschafterunternehmen Schmidt-Gevelsberg (Schwelm) als Geschäftsführer für den operativen Bereich verantwortlich zeichnet, soll die Optimierung und Digitalisierung der Produktionsprozesse noch stärker vorantreiben.

„Aufgrund von Marktveränderungen durch Online-Plattformen und das Wachstum im Bereich E-Commerce, befeuert durch die Corona-Pandemie, befindet sich unsere Branche derzeit in einem beschleunigten Wandel. Diese Dynamik macht es notwendig, unsere Mittelstandskooperation beständig zu transformieren. Eines meiner vorrangigen Ziele als Beiratsmitglied ist es daher, diesen Prozess mit zu gestalten und voranzutreiben“, erläutert Huberti seine Motivation, im Beirat des Stückgutnetzwerks mitzuwirken.

Neben Torsten Huberti gehören dem Gremium die Gesellschaftervertreter Ralf Amm (Amm Spedition, Nürnberg), Andreas Hartmann (Hartmann International, Paderborn), Heiner Koch (Koch International, Osnabrück), Bernd Schäflein (Schäflein Spedition, Röthlein) und Stefan Seils (Bursped, Hamburg) an, der Franchisenehmerbeauftragte Uwe Hofmann (Hofmann Internationale Spedition, Biebesheim am Rhein) sowie der Branchenexperte Ewald Kaiser als externer Berater.

Wechsel an der Spitze des Arbeitskreises Innovation

Die Leitung des Arbeitskreises Innovation hat seit 1. Januar Thomas Bauer inne. Der Geschäftsführer des CargoLine-Gesellschafters Honold International in Neu-Ulm löst Bernd Schäflein ab. Letzterer wird sich in seiner Funktion als Beiratsmitglied verstärkt der Betreuung und Weiterentwicklung der Start-ups der Kooperation widmen, zu denen unter anderem die Onlinespedition Cargoboard gehört.

„Ich freue mich, dass ich nach nicht einmal einem Jahr als Gesellschafter in der CargoLine bereits das Vertrauen erhalten habe, den AK Innovation zu leiten. Diese Bereichsleitung möchte ich mit frischen Ideen vor allem aus dem operativen Geschäft heraus mit allen anderen Bereichen gemeinsam ausbauen und so auf den erfolgreich gelegten Grundstein von Bernd Schäflein aufsetzen“, erklärt Bauer.

Der Arbeitskreis Innovation ist einer von zehn Arbeitskreisen der CargoLine. Seine Aufgabe ist, neue Geschäftsfelder für die Kooperation zu entwickeln wie 2019 Cargoboard und das Seefrachtprodukt SeaLine.

Fotonachweis Torsten Huberti: Patrick Kirschhofer für Schmidt-Gevelsberg GmbH

Fotonachweis Thomas Bauer: Ulli Schlieper für Honold Logistik Gruppe

Wichtige Änderungen im Rahmen des BREXIT

Auf Seiten des britischen Zolls sind nicht alle informatorischen Systeme derart aufeinander angepasst worden, so dass derzeit KEIN Spediteur die notwendigen Zollprozesse in ausreichender Zahl vollziehen KANN. Entsprechend gibt es nur eingeschränkte Abfahrten von oder nach UK!

Durch das Partnerschaftsabkommen ändert sich, dass hierdurch bei Importen oder Exporten, insofern es sich um EU-Waren bzw. UK-Waren handelt, keine Zölle anfallen werden (Präferenzbegünstigung). Daher ist künftig die Erbringung eines Ursprungsnachweises vonnöten!

Lademittel aus Holz müssen im Warenverkehr zwischen der EU und UK ab sofort dem Standard ISPM 15 entsprechen. Bei Kontrollen und Nicht-Erfüllung dieses Standards kann es dazu kommen, dass Sendungen an der EU-Grenze blockiert werden.
Nähere Infos finden Sie >hier.

Brexit – Ursprungs- und präferenzrechtliche Konsequenzen

Entgegen einer weit verbreiteten Auffassung sind Waren, die aus UK in die EU bzw. aus der EU nach UK importiert werden, nicht generell zollfrei, sondern sind dies nur sogenannte Ursprungswaren der beiden Vertragsparteien. Der DSLV erläutert die Ursprungs- und Präferenzregelungen des Handelsübereinkommens EU-UK und fasst die wichtigsten Grundzüge in einer Übersicht zusammen, die als Kundeninformation (Anhang 2) genutzt werden kann.

Zwar konnten sich die EU und das Vereinigte Königreich (UK) am 24. Dezember 2020 auf ein >Handels- und Kooperationsabkommen (Trade and Cooperation Agreement, TCA) einigen, dennoch ist UK mit Ablauf der Brexit-Übergangsfrist am 1. Januar 2021 aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion ausgeschieden und gilt künftig als Drittland. Entgegen einer weit verbreiteten Auffassung sind Waren, die aus UK in die EU bzw. aus der EU nach UK importiert werden, nicht generell zollfrei, sondern sind dies nur sogenannte Ursprungswaren der beiden Vertragsparteien. Allein die bloße Herkunft von Waren aus UK oder der EU führt noch nicht zur Gewährung der Vorzugsbehandlung des Präferenzrechts. Voraussetzung ist vielmehr ihr präferenzieller Ursprung, der unter Berücksichtigung der komplexen Ursprungssystematik zu ermitteln ist.

Der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik weist darauf hin, dass die Bestimmung des präferenziellen Ursprungs einer Ware und die Erstellung von Präferenznachweisen alleinige Aufgabe der Kaufvertragsparteien, also Käufer und Verkäufer ist, die in der Regel zugleich als Einführer und Ausführer fungieren.

Der DSLV gibt nachfolgend einen Überblick über die wichtigsten Inhalte des Handelsabkommens in Bezug auf die Ursprungs- und Präferenzregelungen.

Ursprungs- und präferenzrechtliche Konsequenzen des Brexit

A. Ursprungs- und Präferenzregelungen des Handelsübereinkommens EU – UK

1. Rechtsgrundlagen

Die mehrere hundert Seiten umfassenden präferenziellen Ursprungs- und Verfahrensregeln des Handelsabkommens zwischen UK und der EU (Vertragsparteien) ergeben sich aus:

  • Teil Zwei/Teilbereich Eins: Handel/Titel I: Warenverkehr/Kapitel 2: Ursprungsregeln (ORIG): Artikel ORIG.1 ff ab Seite 42 ff
  • Anhänge ORIG-1 bis ORIG-6: Liste mit den produktspezifischen Regeln, einleitende Bemerkungen, Mustertexte, insbesondere Erklärung zum Ursprung, ab Seite 480 ff

Sie entsprechen in weiten Teilen denen des Freihandelsabkommens der EU mit Japan (EU-Japan-EPA).

2. Ursprungseigenschaft

Für Ursprungserzeugnisse einer Vertragspartei kann in der anderen Vertragspartei eine Zollpräferenzbehandlung in Anspruch genommen werden, die zur Zollfreiheit dieser Waren führt. Dies erfolgt auf Antrag des Einführers, der für die Richtigkeit seines Antrags und die Einhaltung der Voraussetzungen verantwortlich ist.

Folgende Erzeugnisse gelten als Ursprungserzeugnisse der anderen Vertragspartei (Artikel ORIG.3):

a) Erzeugnisse, die in dieser Vertragspartei vollständig gewonnen oder hergestellt wurden,

b) Erzeugnisse, die in dieser Vertragspartei ausschließlich aus Vormaterialien mit Ursprungseigenschaft in dieser Vertragspartei hergestellt wurden oder

c) Erzeugnisse, die in dieser Vertragspartei unter Verwendung von Vormaterialien ohne Ursprungseigenschaft hergestellt wurden, sofern sie die Voraussetzungen des Anhangs ORIG-2 (erzeugnisspezifische Ursprungsregeln) erfüllen.

3. Präferenznachweise

Als Grundlage für einen Antrag auf Zollpräferenzbehandlung stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Wie in anderen Freihandelsabkommen ist ein in der Ausfuhrvertragspartei ausgefertigter Präferenznachweis vorgesehen, hier in Form einer a) „Erklärung zum Ursprung“ (EzU) des Ausführers. Daneben kann der Antrag mit der b) „Gewissheit des Einführers“, dass das Erzeugnis die Ursprungseigenschaft besitzt, begründet werden.

a) Erklärung zum Ursprung

aa) Erklärung zum Ursprung des Ausführers für Waren bis 6.000 Euro

Sofern der Wert der Ursprungserzeugnisse in einer Sendung 6.000 Euro nicht überschreitet, kann eine EzU (Artikel ORIG.19) vom Ausführer erstellt werden. Sie kann für eine einzelne Lieferung ausgefertigt werden oder aber für Mehrfachsendungen identischer Ursprungserzeugnisse für einen in der EzU angegebenen Gültigkeitszeitraum von maximal 12 Monaten. Sie ist auf einer Rechnung oder auf einem anderen Dokument abzugeben, das die Ware so genau bezeichnet oder beschreibt, dass die eindeutige Identifizierung dieses Erzeugnisses möglich ist. Bei Einfuhren in die EU kann die Präferenzbehandlung unmittelbar bei der Zollanmeldung für die Überlassung zum freien Verkehr beantragt werden, sofern die EzU bereits vorliegt. Die Zollpräferenz kann jedoch auch auf Grundlage eines Antrags auf Erlass oder Erstattung von Einfuhrabgaben in Anspruch genommen werden, wenn die EzU bei der Einfuhr noch nicht vorlag.

ab) Erklärung zum Ursprung des Ausführers für Waren über 6.000 Euro

Überschreitet der Wert der Ursprungserzeugnisse in einer Sendung 6.000 Euro, muss die EzA von einem im REX-System der EU registrierten Ausführer abgegeben werden. Ausführer aus der EU müssen die REX-Nummer in der EzU angeben.

Ein >Merkblatt der Generaldirektion zu REX erläutert weitere Einzelheiten. Im Übrigen gelten die obigen Ausführungen zur EzU.

b) Gewissheit des Einführers

Neben der EzU, ausgefertigt durch den Ausführer, kann der Antrag auf Zollpräferenzbehandlung auch auf der „Gewissheit des Einführers“ basieren (Artikel ORIG.21). Dabei handelt es sich nicht um einen Präferenznachweis des Ausführers in Papierform, sondern um andere Informationen, die dem Einführer zur Verfügung stehen und die Ursprungseigenschaft belegen können. Die Zollpräferenzbehandlung ist in ATLAS durch eine eigene Codierung anzumelden.

Die Gewissheit des Einführers, dass ein Erzeugnis ein Ursprungserzeugnis der Ausfuhrvertragspartei ist, gründet auf Informationen, die belegen, dass das Erzeugnis die Ursprungseigenschaft besitzt. Somit kann diese Variante nur dann gewählt werden, wenn der Einführer über belastbare Informationen über die Ursprungseigenschaft der eingeführten Ware und entsprechende Nachweise verfügt, die vom Ausführer oder Hersteller zur Verfügung gestellt werden oder wurden. Dies wäre beispielsweise dann der Fall, wenn das einführende und das ausführende Unternehmen verbunden sind und ein gemeinsamer (elektronischer) Zugriff auf erforderliche Daten möglich ist. Klarstellend sei zusätzlich darauf hingewiesen, dass für die Inanspruchnahme der Zollpräferenz auf Grundlage der Gewissheit des Einführers keinerlei weitere Dokumente wie etwa Ursprungszeugnisse vorzulegen sind.

4. Codierungen

Bei der Einfuhr in die EU ist die jeweilige Grundlage für die Präferenz mit einer eigenen Codierung in der Zollanmeldung anzugeben:

  •  U116 EzU
  •  U118 EzU für Mehrfachsendungen identischer Ursprungserzeugnisse
  •  U117 Gewissheit des Einführers

5. Referenznummern

In der EzU ist eine Referenznummer anzugeben, die auf Grundlage der nationalen Vorschriften der jeweiligen Vertragspartei basiert.

Für Ausführer aus UK handelt es sich dabei um die EORI-Nummer, die unabhängig von Wertgrenzen angegeben sein muss.

Für Ausführer aus der EU:

  •  die EzU eines jeden Ausführers, sofern der Wert der Ursprungserzeugnisse in einer Sendung 6.000 Euro nicht überschreitet, Angabe der EORI-Nummer
  •  die EzU eines registrierten Ausführers (REX); die REX-Nummer ist in der EzU anzugeben.

6. Lieferantenerklärungen

Gemäß Artikel ORIG.19 kann der Ausführer eine EzU auf der Grundlage von Angaben ausfertigen, die den Ursprung des Erzeugnisses belegen, einschließlich Angaben zur Ursprungseigenschaft der bei der Herstellung des Erzeugnisses verwendeten Vormaterialien. Hierbei stützt er sich regelmäßig auf Lieferantenerklärungen für Waren mit Präferenzursprungseigenschaft.

Während eines Übergangszeitraums ist es zulässig, dass Ausführer für die Zwecke der Anwendung des Abkommens bis zum 31. Dezember 2021 Erklärungen zum Ursprung für Ausfuhren nach UK auf der Grundlage von Lieferantenerklärungen, die der Lieferant nachträglich vorlegen muss, unter der Bedingung auszufertigen, dass sich die Lieferantenerklärungen bis zum 1. Januar 2022 im Besitz des Ausführers befinden. Hat der Ausführer diese Lieferantenerklärungen bis zu diesem Zeitpunkt nicht in seinem Besitz, so muss er dem Einführer dies spätestens am 31. Januar 2022 mitteilen.

Quelle: >Amtsblatt der EU L 446 vom 31. Dezember 2020

B. Handel der EU-27 mit ihren präferenziellen Partnerstaaten (außer UK) seit dem 1. Januar 2021

Für den Warenverkehr der EU-27 mit ihren anderen präferenziellen Partnerstaaten ergeben sich seit 1. Januar 2021 beispielhaft die nachfolgenden Auswirkungen:

  • Jede Vorleistung, die in UK erbracht wird (Erzeugnisse, Materialien oder jeder Be- oder Verarbeitungsvorgang; nachstehend UK-Inhalt), gilt für die Bestimmung des präferenziellen Ursprungs einer Ware als „nicht Ursprungserzeugnis/-komponente“.
  • Ursprungsnachweise, die vor Ablauf des Übergangszeitraums in der EU oder in UK für Waren mit einem UK-Inhalt ausgestellt oder ausgefertigt werden, können innerhalb ihrer Geltungsdauer für die Gewährung einer Präferenzbehandlung nur dann anerkannt werden, wenn die Ausfuhr der Warensendungen bis zum 31. Dezember 2020 erfolgte oder gewährleistet war. Sinngemäß gilt dies auch für Ursprungsnachweise aus Präferenzpartnerländern der EU. Die weitere Verwendung derartiger Ursprungsnachweise für EU-Ursprungswaren im Rahmen von Kumulierungsbestimmungen ist ausgeschlossen.
  • Lieferantenerklärungen, die vor dem 1. Januar 2021 in UK ausgefertigt wurden, verlieren automatisch ihre Gültigkeit. Wurden sie hingegen in den EU-27 Mitgliedstaaten ausgefertigt, so sind die jeweiligen Lieferanten dazu verpflichtet, ihre Kunden darüber zu informieren, wenn die von ihnen ausgefertigte Lieferantenerklärung für die gelieferte Ware aufgrund von maßgeblichen UK-Inhalten seit 1. Januar 2021 nicht mehr gültig ist.
  • Ermächtigte bzw. registrierte Ausführer müssen in ihren Ursprungskalkulationen sicherstellen, dass UK-Inhalte seit dem 1. Januar 2021 nicht mehr als EU-Ursprungskomponenten berücksichtigt werden. Ggf. müssen Lieferketten entsprechend angepasst werden. Im Einzelfall kann es auch erforderlich sein, das zuständige Hauptzollamt darüber zu informieren, dass die Voraussetzungen zur Inanspruchnahme der vereinfachten Verfahren nicht mehr vorliegen.

Die vorstehenden Ausführungen finden auf Nordirland in gleicher Weise Anwendung wie auf das übrige UK.

C. Weitere Informationen

Informationen der deutschen Zollverwaltung:

>Zoll online – Brexit

EU-Kommission:

>Brexit: Ende des Übergangszeitraums | Taxation and Customs Union (europa.eu)

>Leitfaden der EU-Kommission „Withdrawal of the United Kingdom and EU rules in the field of customs, including preferential origin“ vom 23. Dezember 2020 (derzeit nur in Englisch verfügbar)

Britische Zollverwaltung:

>Brexit – GOV.UK (www.gov.uk)

>Government publishes updated GB-EU Border Operating Model – GOV.UK (www.gov.uk)

Quelle:

Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL) e.V.

Landesverband Spedition + Logistik

Landesverband Möbelspedition und Logistik

Aktuelle Informationen zu Einschränkungen und Problemen durch das Corona-Virus

Aufgrund der zunehmend wieder schwieriger werdenden Situation erhalten Sie hier nun wieder aktuelle Informationen, die Sie bei der Beauftragung von Transporten aktuell beachten müssen.

Bitte stellen Sie grundsätzlich sicher, dass Sendungen, die Sie in Auftrag geben, auch definitiv zugestellt werden können. Dies ist essentiell um die Partner vor Ort nicht zu überlasten. Sprechen Sie daher bitte vorab mit Ihren Kunden.

Eine Karte zur aktuellen Situation an den Grenzübergängen in Europa finden Sie hier: https://galileogreenlane.eu/large_map.php  – falls es wieder zu extremen Verzögerungen durch Kontrollen o. Ä. kommen sollte, können Sie hier die für Sie relevanten Informationen bekommen.

Land Einschränkung nähere Beschreibung
Dänemark Raus aus dem Lockdown Dänemark lockert den Lockdown nach und nach. Nach Ostern dürfen Friseure und vergleichbare Dienstleister wieder öffnen. Solange alles nach Plan verläuft, werden im 14 Tage Takt immer mehr Lockerungen beschlossen.

Ab dem 21. April sollen dann Außenbereiche von Restaurants und Cafés sowie von Museen und Büchereien wieder öffnen dürfen. Ab dem 06. Mai ist dann auch die Öffnung der Innenbereiche der Lokale geplant.

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie mit der Sendung die Telefonnummer des Empfängers mit angeben, sodass Sendungen voravisiert und so erfolglose Zustellungen vermieden werden können.

Quelle: T-Online

Deutschland
Lockdown bis zum 18. April
Aufgrund der eingeführten Grenzkontrollen von Tschechien und Tirol nach Deutschland, können weiterhin Staus an den Grenzübergängen entstehen. Für LKW-Fahrer gibt es weiterhin keine Ausnahmeregelungen. Die aktuelle Stausituation können Sie dem Link oben auf dieser Seite entnehmen.

Es schließen ALLE nicht-essentiellen Geschäfte im Einzelhandel sowie Dienstleistungen zur Körperpflege. Schulen und Kitas schließen und führen den Unterricht von Zuhause aus weiter. Kontakte sollen auf das Mindeste beschränkt werden.

Bitte klären Sie dringend ab, ob Ihr Empfänger geöffnet hat und die Ware annehmen kann, denn unzustellbare Sendungen werden kostenpflichtig retourniert. Unsere Empfangspartner können Ihre Sendungen nicht einlagern, da sonst die Gefahr besteht, durch überfüllte Lager handlungsunfähig zu werden.

Quelle: Land NRW

Frankreich Lockdown ausgeweitet und verschärft Frankreichs Regierung hat am beschlossen, nach Ostern die nicht wesentlichen Geschäfte in vielen Teilen Frankreichs für mindestens einen Monat zu schließen (Bars, Restaurants, Einkaufszentren über 10.000 m², Bekleidungsgeschäfte, Möbel… ..). Auch Schulen schließen für mind. 3 Wochen.

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie nur Waren nach Frankreich senden, die ausgeliefert werden können. Andernfalls sind wir leider gezwungen die Sendungen kostenpflichtig zu retournieren. Die Umschlagslager unserer Partner vor Ort sind leider für solche Mengen und Zeiträume nicht ausgelegt.

 

Quelle: Partner

Griechenland  Lockdown Bis zum 16.März befindet sich Griechenland in einem landesweiten Lockdown. Größtenteils müssen Geschäfte des Einzelhandels und Schulen schließen.

Bitte stellen Sie sicher, dass der Empfänger Ihrer Sendung annahmefähig ist.

Quelle: Auswärtiges Amt

Irland Lockdown bis Ostern Irland ist weiterhin im Lockdown. Außer Lebensmittelgeschäften und Apotheken hat alles zu, auch Schulen.

Die Regierung bittet ihre Bürger darum, ihren Bezirk nicht zu verlassen und die sozialen Kontakte weiterhin eingeschränkt zu halten. Außerdem gilt immer noch eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum.

Quelle: Partner

Italien Teillockdown & Grenzkontrollen Aufgrund der Grenzkontrollen von Tschechien und Tirol nach Deutschland, entstehen immer wieder Staus an den Grenzübergängen. Für LKW-Fahrer gibt es weiterhin keine Ausnahmeregelungen. Die aktuelle Stausituation können Sie dem Link oben auf dieser Seite entnehmen.

In Italien herrscht seit Sonntag, den 17.01.2021, ein Teillockdown mit Zonen. Zu den roten Zonen gehören die Lombardei und Südtirol. Hier herrscht ein strenges Ausgangsverbot, wenn man keinen triftigen Grund dafür hat. Außerdem gilt eine Landesweite Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr. Diese gilt bis zum 06. April.

Bitte beachten Sie für Ihre Sendungen, dass der Empfänger annahmebereit ist.

Quelle: Partner

Litauen landesweiter Lockdown Litauen verlängert Lockdown bis zum 31.03.2021.

Viele Geschäfte des Einzelhandels bis auf die für den täglichen Bedarf bleiben geschlossen.

Kontakte werden bis auf das Minimum eingeschränkt.

Achten Sie dringend darauf, dass der Empfänger Ihrer Sendung auch annahmebereit ist. Unzustellbare Sendungen werden sofort kostenpflichtig retourniert und können nicht bei unseren Empfangspartnern gelagert werden.

Quelle: auswärtiges Amt

Niederlande Lockdown wird langsam gelockert Das öffentliche Leben bleibt jedoch erheblich eingeschränkt. Lediglich essentielle Einrichtungen , sind geöffnet u.a.
– Lebensmittelgeschäfte Drogerien, Apotheken, Optiker
– Reparatur- und Wartungswerkstätten (Baumärkte nur Abholung)
– Hotels, dortige Restaurants und Zimmerservice bleiben geschlossen
– Banken, Makler)
– Gemeinden, Gerichtshöfe und andere staatliche Stellen
– medizinische Kontaktberufe (Zahnärzte, usw.).
Stellen Sie sicher, dass der Empfänger Ihrer Sendung auch annahmebereit ist.Quelle: auswärtiges Amt
Österreich Lockerungen aber Reisewarnung für Tirol
Aufgrund der neu eingeführten Grenzkontrollen von Tschechien und Tirol nach Deutschland können weiterhin Staus an den Grenzübergängen entstehen. Für LKW-Fahrer gibt es weiterhin keine Ausnahmeregelungen. Die aktuelle Stausituation können Sie dem Link oben auf dieser Seite entnehmen.

Geschäfte und Schulen wurden unter gewissen Auflagen gelockert.

Wir bitten Sie sicherzustellen, dass Ihr Empfänger auch empfangsbereit ist.

Quelle: Auswärtiges Amt

Tschechien Lockdown seit Oktober
Aufgrund der Grenzkontrollen von Tschechien und Tirol nach Deutschland, können weiterhin Staus an den Grenzübergängen entstehen. Für LKW-Fahrer gibt es weiterhin keine Ausnahmeregelungen. Die aktuelle Stausituation können Sie dem Link oben auf dieser Seite entnehmen.

Tschechien ist seit Anfang Oktober 2020 im Lockdown. Öffentliches Leben ist heruntergefahren und es gelten weiterhin nächtliche Ausgangssperren. Geschäfte des Einzelhandels, Kneipen und Gastronomie bleiben geschlossen.

Die hohen Infektionszahlen und die damit verbundenen Umstände sorgen zudem bei unserem Partner für personelle Engpässe. Stellen Sie sicher, dass der Empfänger Ihrer Sendung auch empfangsbereit ist.

Quelle: Partner

CargoLine kooperiert mit H.Essers und van Duuren

Frankfurt am Main, 9. Oktober 2020 – Seit 1. Oktober 2020 vertritt H.Essers die Stückgutkooperation CargoLine exklusiv in Belgien. Dazu wurden die Standorte Genk bei Maastricht und Vilvoorde bei Brüssel mit einem täglichen Verkehr ans Netzwerk angebunden.

In Belgien ist H. Essers Marktführer in den Bereichen Gefahrgut-, Pharma- und Healthcare-Logistik. Das in dritter Generation familiengeführte Unternehmen unterhält 77 Standorte in 19 Ländern. Allein in Belgien beschäftigt H.Essers rund 4.000 Mitarbeiter.

Bereits seit 1. September arbeitet CargoLine zudem in den Niederlanden mit van Duuren zusammen. Der Stückgutspezialist mit Sitz in Vianen südlich von Utrecht wurde 2004 von den Brüdern Jeroen und Jasper van Duuren gegründet und wächst seitdem kontinuierlich. Gerade erst hat das Unternehmen, das Firmen wie Epson, Footlocker und diverse Fluglinien zu seinen Kunden zählt, die Anlage deutlich erweitert und bei dieser Gelegenheit HACCP-fähig gemacht.

„Mit ihrer dynamischen Ausrichtung passen die beiden mittelständischen Unternehmen perfekt zu unserem Verbund“, erklärt Bernd Höppner, Geschäftsführer Internationale Landverkehre bei CargoLine. „Beide sind in ihren jeweiligen Ländern sehr gut aufgestellt und daher ohne weiteres in der Lage, unsere Anforderungen hinsichtlich Produktversprechen, Qualität und IT zuverlässig umzusetzen. Bei CargoLine wiederum stehen ihnen ein lückenloses Partnernetzwerk in ganz Europa, hohe Gefahrgutkompetenz, interessante Services wie Endkundenzustellung mit zwei Mann und Transporte mit einer Regeltemperatur von mindestens fünf Grad Celsius und vieles mehr zur Verfügung.“

Beide Unternehmen, H.Essers (www.essers.com/de) und van Duuren (www.vanduuren.com) folgen auf den langjährigen Belgien- und Niederlande-Partner Rotra, der das Netzwerk aufgrund einer Neuausrichtung verlassen hat.

BTG Logistikzentrum um 9.000qm erweitert

Das Logistikzentrum der BTG schafft Platz für mehr. Mit 9.000qm neuer Blocklagerfläche ist die gesamte Lagerfläche nun auf ca. 25.000 qm angewachsen. Der Großteil der neuen Flächen ist bereits belegt, aber weiterhin bleiben noch Kapazitäten. Neben der reinen Lagerung können wir auch weitere Aufgaben für Sie übernehmen und ein passendes Gesamtpaket schnüren. Sprechen Sie uns an:

René Sorbello  +49 2871 9970 720

 

CargoLine verzeichnet weiteres Wachstum

Frankfurt am Main, 8. April 2020 – Mit 12,8 Mio. Ausgangssendungen (plus 2,6 Prozent) und einem Umsatz von 1,46 Mrd. Euro (plus 2,8 Prozent) konnte die Stückgutkooperation CargoLine auch im Geschäftsjahr 2019 auf hohem Niveau weiterwachsen. Die nationalen Verkehre legten um 2,5 Prozent auf 9,75 Millionen Sendungen zu, die internationalen um 2,7 Prozent auf 3,05 Millionen. Am nationalen Volumen hatte B2C einen Anteil von 6 Prozent. Der positiven Geschäftsentwicklung entsprechend erhöhten die Verbundpartner die Anzahl ihrer Direktverkehre auf 1.675.

„Es zahlt sich weiterhin aus, dass wir frühzeitig wichtige Weichen gestellt haben, um permanente Herausforderungen wie starke Sendungsschwankungen, Laderaumknappheit und Fahrermangel zu bewältigen“, urteilt Jörn Peter Struck, Vorsitzender der CargoLine-Geschäftsführung. So hilft ein Tool zur Regelung von Überhängen, Sendungsspitzen bei den zustellenden CargoLinern zu glätten. Bei Kapazitätsengpässen können die Partner auf Fahrzeuge und Mitarbeiter aus dem Taskforce-Konzept zurückgreifen. Ergänzend wurden Lkw inklusive Fahrer vertraglich fest an die Kooperation gebunden.

Netzverdichtung und mehr Engagement

Das weiter gestiegene Sendungsvolumen zog eine Neuordnung der Gebietsaufteilung nach sich: Seit Anfang 2019 verstärken die Transport- und Logistikdienstleister Schmelz in Kassel und Rüdinger in Krautheim das Netzwerk. Die Anzahl der nationalen Partner stieg damit auf 50. Zudem hat das Unternehmen Rhenus, das mit den drei Standorten Duisburg, Mönchengladbach und Unna in der Kooperation vertreten ist, zum 1. Januar 2019 seinen Status von Franchisenehmer zu Gesellschafter geändert. „Die Gebietsarrondierung ermöglicht es uns, noch effizienter zu produzieren. Darüber hinaus freuen wir uns, dass wir wieder zwei sehr gut aufgestellte Mittelständler für unseren Verbund gewinnen konnten. Die größere Verantwortung, die Rhenus nun als Gesellschafter übernimmt, stärkt unsere Gemeinschaft zusätzlich“, so Struck.

Eigene Onlinespedition und neues Kundenportal gelauncht

Das vergangene Jahr sah zudem zwei Meilensteine im Bereich der Digitalisierung. Zum einen ging das neue Kundenportal online. Neben der netzwerkweiten Sendungsverfolgung „Cepra“ bietet es unter anderem die Möglichkeit zur Dokumentenverwaltung, Berechnung des Frachtpreises und Abwicklung der kompletten Kommunikation zwischen Kunde und CargoLine-Partner auf einer einzigen Plattform.

Zum andern launchte CargoLine am 24. April 2019 ihre Onlinespedition Cargoboard. Diese richtet sich in erster Linie an kleinere gewerbliche Versender und aufstrebende Onlinehändler. „Über Cargoboard erschließen wir uns eine neue Klientel, die den Versand oder die Beschaffung ihrer Waren am liebsten mit wenigen Mausklicks online macht. Die Durchführung des Transports erfolgt anschließend ausschließlich durch das CargoLine-Netzwerk“, erklärt Struck.

Sehr guter Start ins neue Jahr

Zum 1. Januar 2020 erhöhten mit Hugger (Aldingen) und Honold (Neu-Ulm) zwei weitere langjährige Franchisenehmer ihr Engagement und wechselten in die Reihe der Gesellschafter. Deren Anzahl erhöht sich damit auf 16. Als neuer Partner für den Raum Magdeburg konnte zudem die Spedition Ritter gewonnen werden.

Trotz der sich anbahnenden Corona-Pandemie lagen die Sendungsmengen im ersten Quartal 2020 sogar über denen des Vorjahresquartals. Ab April rechnet das Netzwerk jedoch mit deutlichen Rückgängen: „In den ersten drei Monaten konnten wir von der guten Auftragslage unserer Kunden profitieren, im März zudem dank des guten Wetters von zahlreichen Bestellungen im DIY-Segment. Darüber hinaus hatten wir aufgrund der Pandemie ein erhöhtes Transportaufkommen an Hygieneartikeln, Lebensmitteln und hochprozentigem Alkohol. Um bei der Bekämpfung des Coronavirus unterstützen zu können, haben wir sogar viele unserer Regularien außer Kraft gesetzt, da beispielsweise der Transport von hochprozentigem Alkohol über Hub eigentlich verboten ist“, erläutert Struck.

Strategien gegen Corona

Für den Fall eines pandemiebedingten deutlichen Sendungsrückgangs hat die Kooperation diverse Szenarien erarbeitet. „Noch sind die Mengen ausreichend. Wir erwarten jedoch nach den kurzen Osterwochen einen drastischen Rückgang“, so Struck. „Als Antwort darauf haben wir verschiedene Konzepte erarbeitet, um das Netzwerk je nach Umfang der Rückgänge angemessen anzupassen. In der ersten Stufe werden wir versuchen, die freigewordenen Kapazitäten mit Teil- oder Komplettladungen aufzufüllen. Damit bleiben die Linien erhalten. Danach werden wir einen Mix aus HUB- und Gate-Verkehren installieren, um durch Bündelung der geringeren Mengen in den Regionen weiterhin direkt zu fahren. Am Ende gibt es Eskalationsstufen in Abhängigkeit von den weiteren Mengenrückgängen. Damit wollen wir die Ent- beziehungsweise Versorgung unserer Kunden auf alle Fälle sicherstellen, während wir gleichzeitig die Produktionskosten im Blick behalten.“

Blick nach vorn

Darüber hinaus beschäftigt sich CargoLine bereits mit der Zeit nach der Pandemie. Zum einen gilt es, naheliegende Fragen zu klären, beispielsweise wie die Lockerung der Schutzmaßnahmen aussehen kann und was dies für Kunden und Empfänger bedeutet, ob die Transportbranche mit Auflagen rechnen muss und wie die Kooperation ihre Transportunternehmer so durch die Krise begleiten kann, dass die Kapazitäten auch im Anschluss daran zur Verfügung stehen.

Zum andern behält das Stückgutnetzwerk seine strategischen Ziele im Auge. So wird es die Digitalisierung mit neuen Start-ups weiter vorantreiben. Darüber hinaus werden die CargoLine-Partner Maßnahmen umsetzen, um Lkw-Fahrer enger ans Netzwerk zu binden und den Beruf generell interessanter zu machen. Basis hierfür ist eine Umfrage, die die Kooperation unter Berufskraftfahrern durchgeführt hat. Im Bereich Internationales steht dagegen die Integration der neuen Partner Rohlig Suus (Polen) und – ab September – Van Duuren (Niederlande) an sowie der Ausbau des Seefrachtangebots der Kooperation.

Zahlen und Fakten (gerundet, Stand 31. Dezember 2019)

Veränderung zum Vorjahr in Prozent
Sendungen im Netzwerk (nur Sendungsausgang) 12,8 Mio. + 2,6
– davon national  9,75 Mio. + 2,5
– davon europäische Landverkehre 3,05 Mio. + 2,7
Umsatz in Euro  1,46 Mrd. + 2,8
Anzahl der Franchisenehmer gesamt 50
– davon Gesellschafter 14
Mitarbeiter 7.590 + 4,4
– davon Auszubildende 851 + 0,9
Anzahl der täglichen Direktverkehre europaweit  1.675  + 1,8
– davon national  1.390 + 1,8
– davon grenzüberschreitend 285 + 1,8

 

Über CargoLine
CargoLine ist eine Kooperation für interkontinentale Stückgutverkehre. 50 mittelständische Transport- und Logistikdienstleister bilden das bundesweite Netzwerk, das leistungsstarke internationale Partner ergänzen. Neben systemgeführten Transportdienstleistungen liegen die Schwerpunkte in den Bereichen Distributions-, Beschaffungs- und Kontraktlogistik sowie Seefracht. Im Jahr 2019 bewegte der Unternehmensverbund 12,8 Mio. Sendungen und erwirtschaftete mit 7.590 Mitarbeitern 1,46 Mrd. Euro Umsatz. CargoLine ist nach DIN EN ISO 9001 inklusive HACCP-Konzept und Logistische Dienstleistungen zertifiziert sowie nach DIN EN ISO 14001, DIN EN 14064 (CO2-Fußabdruck im Netzwerk) und DIN EN 16258 (CO2-Fußabdruck pro Sendung) sowie Mitglied bei s.a.f.e. www.cargoline.de